Vielseitigkeits- Cross (VSA) in Ringenhain
- kleines PSV Team ganz stark
- erneutes Altersklassen- und Auswertungschaos
Der VSA in Ringenhain wird nun schon einige Jahre ausgetragen. Ein Crosslauf mit eingebauten Hindernissen. Das ist in Grunde genommen keine schlechte Idee und gefällt vor allem den jüngeren Läufern. Da der Termin allerdings auch von Jahr zu Jahr wechselt, war er in diesem Jahr auf den „Feiertag“ 03.10. gefallen. Da sind natürlich viele Sportler auch privat gebunden und können nicht starten.
Dennoch hatten von uns Jacob, Jonathan und Charlotte Lust, dort mit zu laufen. Ich war auch dafür, da die Strecken in Ringenhain sehr angenehm und läuferfreundlich sind. Und bei solchen guten Wetterbedingungen ist solch ein Wettkampf immer besser, wie Training.
Die Meldungen waren erfolgt und das Rennen lief sehr gut für unsere Läufer. Laut Ausschreibung waren allerdings keine Altersklassen angegeben. Das ist schon immer nicht gut. Aber vielleicht klappt es ja, wenn figelante Sportfreunde am Wirken sind. Leider war das nicht der Fall. Bei der Auswertung hat man sich an die Altersklassen der Oberlausitz Rangliste gehalten. ( AK 10/11, AK 12/13 u.s.w.)
Also, alles anders. Kann man machen, ist allerdings für die jüngeren Kinder in den Altersklassen bei diesen Serienrennen nicht schön und nicht nachvollziehbar.
Aber noch viel unschöner und grotesker ist es dann, wenn es bei der Siegerehrung wieder zweierlei Maßstäbe gibt.
Nur unsere Beispiele: Laut Ergebnisliste Altersklasse 12/13m ist Lucas Kunze (AK12/13) auf Rang zwei gelistet. Gratulation für das sehr gute Ergebnis. Jonathan Slansky (11/12) wird Sechster in dieser Listenwertung. Bei der Siegerehrung wird er schöner Weise in der reinen AK 12 ebenfalls als Zweiter geehrt. Glückwunsch für diesen schönen Erfolg. Dieses Durcheinander kann man vielleicht noch halbwegs nachvollziehen.
Dann kommt Charlotte, die vor vier Wochen gerade mal 7 Jahre alt geworden ist.
Und nun sieht man den Irrsinn der aktuellen Skiverbandsregelung DSV/ SSV.
Als Siebenjährige muss sie bereits in der AK 8 starten. Altersklassenübergreifend, macht allerdings gar keinen Sinn. Hier in Ringenhain startet sie somit in der AK 8/9 w und muss demzufolge als frischgebackene Siebenjährige eine Strecke von 1500 m laufen. Eigentlich läuft eine Siebenjährige vernünftiger Weise eine Strecke von etwa 500m. Hier sieht man ganz deutlich, wie man so langsam mit diesen verwirrten Festlegungen den realen, sportlichen Überblick verliert. Und das setzt sich durch alle Altersklassen fort. Das bedeutet, wir laufen dadurch alle viel zu lange Strecken und werden immer langsamer. Ein Trend, den man international ganz klar beobachten kann. Vor allem auch im Biathlonsport der Deutschen.
Zurück zu unserer Charlotte. Charlotte lief ein sehr gutes Rennen und wurde Sechste in der AK 8/9w. Herzlichen Glückwunsch dafür. In ihrer eigentlichen AK (7/8) war sie die Schnellste.
Aber weshalb wurden diese Mädchen nicht auch noch extra geehrt? (Wie ihr Bruder z. B.?)
Das konnte unser erfahrenen Übungsleiter vor Ort, Holm Kunze, auch nicht in Erfahrung bringen.
Warum und weshalb gibt es bei den Ehrungen neuerdings zweierlei Maßstäbe? Wer kann das den betroffenen Kindern, Eltern und Übungsleitern erklären? Ich kann diese Vorgehensweise nicht nachvollziehen und finde sie nicht korrekt und verurteile das auf‘ s Schärfste.
Findet endlich wieder zu den normalen Ursprüngen zurück. Vor allem als Erstes immer im Sinne und zu Gunsten der Sportler. Davon sind wir momentan ganz weit entfernt.
Wir brauchen keine neue Wettlaufordnung, die mittlerweile dicker als die Bibel ist. Wir benötigen einfach nur klaren Menschenverstand. Auch wenn das schwer wird, lt. Pisa 2026.
Sport Frei V. Heinrich Oktober 2026
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